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Ohr-HiFis setzen sich durch

Kann die neue Technik ältere Hörgeräte-Varianten verdrängen?

Ohr-HiFis bieten älteren Hörgeräten gegenüber ein deutlich erweitertes Klangspektrum. Gleichzeitig geben sie hörbar weniger Lärm wieder. So werden auch Feinheiten wieder problemlos wahrgenommen.

Eine völlig neue Dimension guten Hörens: Hohe Töne sind immens wichtig für das Verstehen von Sprache und einen unverfälschten Musikgenuss. Moderne Hörgeräte verstärken deshalb gezielt diese Frequenzen. Störgeräusche hingegen werden ausgeblendet. Da solche Hörgeräte älteren Modellen bei weitem überlegen sind, hat sich in vielen Bereichen auch ein neuer Name dafür eingebürgert: Ohr-HiFis. Ohr-HiFis bieten eine völlig neue Dimension guten Hörens als ältere Hörgeräte. Zahlreiche Teilnehmer an umfangreichen Testreihen  von Hörgeräte ISMA bestätigen dies. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach den neuen Ohr-HiFis außerordentlich groß ist. In letzter Zeit hat dies mitunter zu langen Wartezeiten für das Probetragen geführt. Deshalb hat Andreas Fritsch, Hörexperte und Geschäftsführer der ISMA, mit den Herstellern eine zusätzliche Lieferung von Testgeräten vereinbart.

 

Der Vergleich verschiedener Technologien im Hörgerätebereich hat ein eindeutiges Ergebnis für die Ohr-HiFis gezeigt. Andreas Fritsch: „Damit werden Tonhöhen wahrnehmbar, die ältere Hörgeräte einfach nicht liefern.“ Und gerade diese Tonhöhen fehlen vielen Menschen in ihrem durch Umwelteinflüsse wie Lärm beanspruchten Hörvermögen. Tiefe Töne hingegen werden oft noch recht gut wahrgenommen.“

 

Folgende fünf strenge Kriterien muss ein Ohr-HiFi erfüllen:

  • Ohr-HiFis müssen einen deutlich größeren Frequenzbereich wiedergeben als ältere Hörgeräte.
  • Ohr-HiFis dürfen nicht größer als 3 Zentimeter sein und müssen extrem leicht sein.
  • Ohr-Hifis müssen einen äußerst dünnen Schallschlauch besitzen und  fast unsichtbar sein.
  • Geeignete Ohr-HiFis ermöglichen ein natürliches Hörempfinden und dürfen deshalb das Ohr nicht verstopfen.
  • Ohr-HiFis müssen Sprache von Lärm unterscheiden können und entsprechend reagieren.

Hörexperte Andreas Fritsch erläutert: „In der Musik wie in der gesprochenen Sprache kommen Tonhöhen im Bereich von 10.000 Hertz vor. Die sind extrem wichtig für echten Musikgenuss, aber auch für das Sprachverstehen. Ältere Hörgeräte bieten diese Töne nicht.“ Stattdessen verstärken sie überproportional tiefe Töne und damit Lärm. Mit den Ohr-HiFis hingegen sind auch Feinheiten wieder gut wahrnehmbar. „Gerade wenn viele Menschen durcheinander sprechen, bei einer Familienfeier zum Beispiel, können viele Menschen Buchstaben mit hoher Frequenz nur schwer verstehen. S, T und F sind typisch. Da wird aus einem Tisch schnell ein Fisch“, so Andreas Fritsch weiter. Ohr-HiFis verstärken gezielt hohe Töne; tiefe werden abgesenkt. Das Ergebnis: ein deutlich besseres Sprachverstehen.


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